Dresdner Stollen

Der Dresdner Stollen, ist ein sehr mageres Backwerke aus Hefeteig für das christliche Adventsfasten. Die bis heute unveränderte Form stellt ein Gebildebrot dar, welches an das in Windeln liegende Jesuskind erinnern soll. Dies erklärt auch die weiße Zuckerschicht außen.

Seit jeher dürfen auf dem Dresdner Striezelmarkt nur "Original Dresdner Stollen" verkauft werden. Die Bezeichnung "Dresdner Stollen" darf nur für im Raum Dresden gebackene Stollen verwendet werden. Über die Qualität und über die Bezeichnung "Original Dresdner Stollen" wacht der "Schutzverband Dresdner Stollen".

Dresdner Stollen

Ab 1560 übergaben die Sächsischen Bäcker ihrem kurfürstlichen Landesherren alljährlich zum heiligen Fest zwei Weihnachtsstollen von 1,50 Meter Länge und 36 Pfund Gewicht. Acht Meister und acht Gesellen trugen sie zum Schloss. Im Jahre 1730 ließ August der Starke einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen, der in 24.000 Portionen aufgeteilt wurde.

An dieses Ereignis knüpft das jährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest auf dem Striezelmarkt bei dem ein etwa 4 Tonnen schwerer Christstollen in einem Festumzug vom Zwinger zum Altmarkt gefahren, dort feierlich mit einem 1,6 Meter langen Stollenmesser zerteilt und anschließend portionsweise verkauft wird.